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Auf der Berlinale 2015: Tag 1

Einmal im Jahr fahre ich mit einem ehemaligen CinemaxX Arbeitskollegen nach Berlin auf die Berlinale. Allerdings tummeln wir uns weniger auf den roten Teppichen zwischen den Stars und schauen uns nur selten Wettbewerbsfilme an. Was viele nämlich nicht wissen: Filmverleiher nutzen die Berlinale auch, um Screenings für Kinobetreiber und Parties zu veranstalten. Auf diesen Screenings und Parties sind wir zu finden. In den letzten Jahren hatte ich in den Screenings immer das Glück, ein paar Perlen zu sehen. Manchmal sind dieser erst viee Monate Später im Kino gelandet. Als Beispiel nenne ich hier nur  place beyond the pines und the fighter. In diesem Jahr ist der große Knaller ausgeblieben, aber so ganz enttäuscht wurde ich dennoch nie.

Dienstag, 10. Februar: Tag 1 auf der Berlinale

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Bereits um 5 Uhr morgens klingelt mich mein Wecker aus dem Bett. Mein Flixbus nach Berlin sollte bereits um 6 Uhr den Hamburg ZOB verlassen. Ich musste so früh los, weil unser erster Film bereits um 11 Uhr im Friedrichstadt Palast starten sollte. Als wir träumten von Regisseur Andreas Dresen basiert auf dem gleichnamigen Buch von Clemens Meyer und war der einzige Film, der auch im Wettbewerb lief. Eine Gruppe Freunde im Teenager alter verbringen ihre Jugend feiernd und randalierend im Leipzig der 90er Jahre. Er hat seine schönen Momente und seine skurrilen (zum Beispiel, wenn Sternchen ein ganz besonderes Geschenk für Dani hat). Es lohnt sich auch nicht, mehr über den Film zu sagen, ausser, dass ich die Schauspieler mochte.

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Nach der Vorstellung checkten wir ein wenig übermüdet im Motel One am Alexanderplatz ein. Ein Nickerchen später holten wir im CineStar Cubix einen Film nach, den ich schon unglaublich lange sehen wollte: Birdman! Ich bezweifle, dass ich zu diesem Film noch etwas sagen muss. Immerhin wurde er mittlerweile für unzählige Oscars nominiert. Darunter Edward Norton für die beste Nebenrolle. ich sage euch, wer diesen Film noch nicht gesehen hat, sollte es unbedingt tun. Ihr werdet nicht enttäuscht sein und falls doch, solltet ihr euren Filmgeschmack gründlich hinterfragen.

Am Abend zog es und auf eine Independent Filmparty ausklingen. Viele Independent Filmverleiher schließen sich jährlich zusammen, um diese geile Party zu schmeißen. Abgefahrene Location inklusive. Dieses Jahr feierten wir im Lido. Ein altes Kino irgendwo am Arsch der Welt von Berlin. Wahrscheinlich ist es gar nicht der Arsch der Welt und es fühlt sich für mich nur so an, weil wir gefühlte 100km zu Fuß hingelaufen sind und ich mich in Berlin einen Scheiss auskenne. Viele Biere und Cocktails später fiel ich betrunken und müde ins Bett. Tschüss. Bis morgen.